Aktuelles
TAFF (Therapeutische Angebote für Flüchtlinge) Thema des 66. Rundgesprächs Asyl/Migration am 26.2.24
TAFF ist für geflüchtete Menschen und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit da!
Das war eine der Kernaussagen von Julia Baumann, TAFF-Beraterin in Dillingen. Sie und Dieter Kogge werden in der Beratungsstelle im evang. Gemeindehaus, Martin-Luther-Platz 1, von Klienten aufgesucht, besuchen aber auch zu Beratende in ihren Unterkünften.
Bei der Beratung geht es um Hilfe bei psychischen Belastungen, wie z.B. posttraumatischen Störungen. Viele der Geflüchteten haben Erlebnisse aus der Heimat, der Flucht und auch hier, die immer wieder derartige Störungen auslösen. Diese äußern sich in "Kopf und Herz", interkulturellen Missverständnissen und Verhaltensweisen, die oft falsch eingeordnet werden.
Traumas sind nach außen nicht sichtbare Wunden, die aber eine nachhaltige Verletzung der Gefühlswelt auslösen. Dies sind seelische Verletzungen, die nur von Psychiatern und Therapeuten behandelt werden können. Dazu sind oft viele Gespräche erforderlich. Die Klienten müssen freiwillig TAFF annehmen. Wichtig für die Hilfe ist, das Trauma sensibel vorgegangen und versucht wird, für die Betroffenen eine Tagesstruktur zu finden, die auch hilft, ein Selbstwertgefühl zu erzeugen. Arbeit, Ausbildung, Sprachkurse sind bedeutende Indikatoren.
Die Erfahrungen zeigen, dass durch die TAFF-Beratung, wenn sie angenommen wird, Vorkommnisse reduziert werden, wenn sie von den Behörden nachhaltig umgesetzt werden. Georg Schrenk, Vorsitzender der Unterstützergruppe, hatte sich in seinen Begrüßungsworten zu den Wahlen geäußert und dabei festgestellt, dass die Äußerungen vieler Politiker/innen Angstgefühle, selbst bei gut integrierten Flüchtlingen, auslösen.
Nachgewiesener Maßnahmen gibt es kaum besondere Vorkommnisse mit Geflüchteten in unserer Stadt. Ein sehr hoher Prozentsatz ist in Arbeit oder Ausbildung. Außerdem stellte er fest, dass der Begriff Migranten falsch gebraucht wird und wies darauf hin, dass Geflüchtete aus der Ukraine und EU-Bürger aus Bulgarien, Rumänien, Polen bei den Politikern/innen oft ausgeblendet werden.
Oberbürgermeister Frank Kunz dankte den Ehrenamtlichen und den TAFF-Beratern und appellierte, die Herausforderungen in der Stadt gemeinsam zu lösen. Georg Schrenk stellte fest, dass derartige Informationsveranstaltungen zum Pflichtprogramm für Bearbeiter/innen von Flüchtlingsangelegenheiten in Behörden gehören müssten und bat um ehrenamtliche Mitarbeit in der Unterstützergruppe Asyl/Migration.

Bilder: Anna Helferich
Bild 1: Oberbürgermeister Frank Kunz bei seinen Grußworten

Bild 2: Julia Baumann und Dieter Kogge bei der Präsentation
Dillinger Soldaten spenden 1.000 € an Asyl/Migration Dillingen
Wir danken den Soldatinnen und Soldaten sowie den zivilen Mitarbeitern/innen der Bundeswehr des Standortes Dillingen für die großzügige Spende.
Asyl/Migration Dillingen e.V.
Georg Schrenk


















