Ebrahim A. wurde im Iran nach der Teilnahme an einer Demonstration inhaftiert und gefoltert. Er konnte nach Deutschland fliehen und sich als gelernter Verputzer in die Gesellschaft einbringen. Doch nun soll der dreiunddreißigjährige Kurde in den Iran abgeschoben werden, wo ihm nach Einschätzung der Kurdish Human Rights Association die Todesstrafe droht. Die verlinkte Petition fordert, ihm in Deutschland ein sicheres Leben und eine Arbeitsduldung zu gewähren, damit er hier in Würde Leben kann.

https://weact.campact.de/petitions/ebrahim-a-abschiebung-in-iran-stoppen-todesstrafe

 

Dazu äußerte sich unser erster Vorsitzender Georg Schrenk in einem -leider nicht gedruckten- Leserbrief folgendermaßen:

"Wer Geflüchtete, die über 10 Jahre in Deutschland sind und keine Straftaten gemäß dem Strafgesetzbuch begangen haben, abschiebt, macht deutlich, wie man bei den zuständigen Ministerien und Behörden in Deutschland und besonders in Bayern mit Menschen und Grundrechten umgeht. Geflüchteten in den Iran abzuschieben bedeutet doch, dass sie einem nicht berechenbaren System, welches vor der Vollstreckung von Todesstrafen nicht zurückschreckt, ausgeliefert werden. Und dann macht die Polizei in der Türkei nicht mit! Ein verheißungsvolles Zeichen, wenn es nicht beim Einzelfall bleibt. Übrigens: Mit den angefallenen Kosten dieses Abschiebeversuchs hätte man zur Linderung der Not der Geflüchteten an der bosnisch-kroatischen Grenze entscheidend beitragen können!"

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